29.05.08
Aufwärtstrend bei High-Tech-Gründungen
2007 mehr High-Tech-Gründungen - dennoch kein Grund zur Entwarnung
Unterschleißheim/Berlin, 29. Mai 2008. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland mehr High-Tech-Unternehmen gegründet als in den Vorjahren. Trotz des Aufwärtstrends liegt die Zahl der Gründungen jedoch immer noch unter dem Niveau des Jahres 1995. Das zeigt eine heute in Berlin vorgestellte Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführt hat. Demnach stieg die Zahl der High-Tech-Gründungen 2007 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf insgesamt 19.200 Gründungen. Dies ist auf eine überdurchschnittlich gute Konjunktur in den High-Tech-Industrien zurückzuführen. High-Tech-Gründungen entwickelten sich entgegen dem allgemeinen Trend, denn die Zahl der Unternehmensgründungen über alle Wirtschaftszweige hinweg ist weiterhin rückläufig. Bei den High-Tech-Gründungszahlen sind im Verlaufe der vergangenen zehn Jahre deutliche regionale Unterschiede erkennbar: Während Aufsteiger Nürnberg überraschend auf den zweiten Platz hinter München vorrückte, büßte die Gründerregion Stuttgart eine Platzierung im Spitzenfeld ein. Weiteres Ergebnis der Studie: Jedes zwölfte High-Tech-Unternehmen in Deutschland wird mehrheitlich von Frauen gegründet. (Studie s.u.)
Aufschwung hält an, Wachstumstempo lässt jedoch nach
18.01.08
♦ Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wird sich auch im nächs-
ten Jahr fortsetzen. Allerdings wird sich die Wachstumsdynamik spürbar
verlangsamen. Auch wenn die Risiken – schwächer werdende US-
Konjunktur, hoher Ölpreis, starker Euro und anhaltende Turbulenzen an
den Finanzmärkten – erkennbar gestiegen sind, ist 2008 mit einem rea-
len Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 % nach 2,6 % in die-
sem Jahr zu rechnen.
♦ Die deutschen Exporte werden sich von 8 % im Jahr 2007 auf knapp
6,5 % im nächsten Jahr verlangsamen. Die Importe werden wegen der
zu erwartenden Konsumerholung stärker wachsen als die Exporte.
♦ Das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen wird sich von gut 8 % im
Jahr 2007 auf 4 % im nächsten Jahr verlangsamen. Die Bauinvestitionen
werden 2007 um 2 % und 2008 um 1,8 % zulegen.
♦ Träger des Wachstums 2007 wird der private Konsum sein. Der wichtigs-
te Grund hierfür ist die anhaltend positive Entwicklung am Arbeits-
markt. Insgesamt wird der reale Konsum 2008 um 1,8 % zulegen.
♦ Die Inflationsraten werden in den nächsten Monaten hoch bleiben. Im
Verlauf des Jahres aber abnehmen. Unter dem Strich ist 2008 mit einer
Inflationsrate von 2,2 % zu rechnen.
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