Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Industrie, fordert grundlegende Änderungen am Konzept für die geplante Gesundheitsreform.
'Ein Gesundheitsfonds, in dem das wichtigste Wettbewerbselement, die Zusatzprämie, gar nicht zum Zuge kommen soll, verfehlt seinen ursprünglichen Zweck. Die Bundesregierung muss jetzt die Gelegenheit nutzen, einen neuen Anlauf zu nehmen, um endlich mehr Wettbewerb in das Gesundheitssystem zu bringen.'
'Wenn Wettbewerb auf der Gesundheitsreform drauf steht, dann muss auch
Wettbewerb drin sein. Deshalb sollte das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
(GWB) auch für Krankenkassen voll zur Anwendung kommen.
Sonst ist offensichtlich, dass es sich um eine Mogelpackung handelt
und nicht um eine Reform zugunsten von mehr Wettbewerb. Eine Reform,
die keine Verbesserungen bringt, reicht nicht. Deshalb sollten jetzt noch
Änderungen am Gesetzentwurf zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen
Krankenversicherung vorgenommen werden.' Diese Forderung
richtete BDI-Präsident Jürgen Thumann anlässlich der Sitzung des Bundesrates
am Freitag, dem 15. Dezember, an die Bundesregierung und die Bundesländer.
'Ein bundesweit einheitlicher Beitragssatz in Prozent vom Arbeitseinkommen
ist genau das Gegenteil von der erforderlichen Abkopplung der Krankenversicherungsbeiträge
vom Lohn. Solch ein einheitlicher Satz ist nur
dann mit Wettbewerb vereinbar, wenn er sich am derzeit niedrigsten Beitrag,
d.h. am effizientesten Anbieter orientiert. Die Krankenkassen, die damit
nicht auskommen, müssen Zusatzbeiträge erheben und ihre Versicherten
mit einem attraktiven Leistungs- und Serviceangebot überzeugen', erklärte
der BDI Präsident.
Weitere Informationen zum Thema'http://www.gruendermagazin.com/existenzgruendung-index-66----mittelstand.htm' target