Freitag, 11. April 2008
Mit rund zwei Milliarden Euro erreichten die Kreditzusagen der LfA Förderbank Bayern 2007 den höchsten Stand der letzten acht Jahre. Über zwei Drittel der Kredite vergab die LfA an ihre Hauptzielgruppe,die kleinen und mittleren Unternehmen. Bilanzsumme und Jahresüberschuss der staatlichen Spezialbank sind kräftig gestiegen
und so hoch wie noch nie.
Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller erklärte heute auf der Bilanzpressekonferenz der Förderbank: „Das Kernfördergeschäft mit Programmkrediten ist 2007 um beachtliche 40 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro
gewachsen. Die deutliche Steigerung auf den höchsten Wert seit acht Jahren bestätigt die anhaltend gute Konjunktur im bayerischen Mittelstand.“ Die zinsgünstigen Kredite gingen an rund 5.300 Unternehmen, die damit 77.000
Arbeitsplätze sichern und 7.600 Arbeitsplätze neu schaffen konnten.
Als bemerkenswert bewertete die Ministerin, die auch Vorsitzende des Verwaltungsrats der LfA ist, die gute Entwicklung bei Existenzgründungen.
Mit Krediten in Höhe von 270 Millionen Euro förderte die LfA über 1.900 nachhaltige Gründungen. „Das ist entgegen dem rückläufigen Bundestrend eine Volumensteigerung um vier Prozent und ein neuer Rekord in der bayerischen Gründungsförderung“, sagte Müller. Im Durchschnitt investierten die Gründer 211.000 Euro für ihr Vorhaben und erhielten dafür Förderkredite in Höhe von 143.000 Euro. Rund 46 Prozent der Gründungsdarlehen entfallen auf Betriebsübernahmen, die im Zuge des Generationenwechsels immer mehr Gewicht bekommen. „Mit unserem Förderangebot wollen wir Jungunternehmer nachdrücklich darin unterstützen, einen gut am Markt positionierten Betrieb zu übernehmen. Hier sind die positiven
Arbeitsplatzeffekte besonders hoch“, so die Ministerin.
Besonders erfreulich sei auch die Tatsache, „dass mit 1,4 Milliarden Euro mehr als zwei Drittel der gesamten Kredite auf kleine und mittlere Unternehmen als Hauptzielgruppe der Förderbank entfallen. Hier wird das ausgeprägt mittelstandspolitische Profil der LfA deutlich“, betonte die
Bayerische Wirtschaftsministerin. Bei den Programmkrediten liege der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen mit 1,2 Milliarden Euro sogar über 90 Prozent, bei den Globaldarlehen mit 210 Millionen Euro immerhin noch
über 45 Prozent.
Die Bilanzsumme der LfA wuchs im vergangenen Geschäftsjahr von 14,6 auf 16,4 Milliarden Euro. Deutlich zurückgegangen ist die Risikovorsorge der Bank, und zwar um 30 Millionen Euro auf nur noch 14 Millionen Euro.
„Das sind die Früchte einer langjährigen soliden Risikopolitik bei strengen Maßstäben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Förderbank, Michael
Schneider, und weiter: „Der Jahresüberschuss beträgt 64 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg um 12 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr und zugleich der
höchste Überschuss seit Bestehen der Bank.“
Für 2008 kündigte Vorstandschef Schneider eine Vertriebs- und Beratungsinitiative an, die sich an die Geschäftsbanken wendet. Diese leiten als Hausbanken der Unternehmen die Förderkredite an ihre mittelständischen
Kunden durch. Im Interesse des bayerischen Mittelstandes möchte die LfA die Durchleitungsbereitschaft der Hausbanken weiter verbessern und setzt dabei für das kleinteilige Massengeschäft mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken auch auf eine enge Kooperation mit den Zentralinstituten BayernLB und DZ-Bank.
Für das Kernfördergeschäft im laufenden Jahr geht die LfA von einer Nachfrage des Mittelstands zumindest auf dem Niveau von 2007 aus. Bei Konsortialdarlehen und Globaldarlehen rechnet Schneider mit einem
Zuwachs, da die Förderbank in der aktuell unsicheren Finanzmarktsituation als stabiler Partner der Geschäftsbanken noch attraktiver geworden ist. Für
das Neugeschäft 2008 erwartet die LfA deshalb insgesamt ein Volumen deutlich über der zwei Milliarden Euro-Schwelle.
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