Montag, 18. Februar 2008
Die privaten Wagnisfinanzierer in Deutschland haben Kasse gemacht.Ende 2007 konnten sie so viele Beteiligungen veräußern, wie seit dem dritten Quartal 2006 nicht mehr. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Business Angels Panels.
Trotzdem sind die himmlischen Kapitalgeber nicht so recht glücklich.
Sie bewerteten ihre Geschäftslage auf einer Skala von 1 (=sehr schlecht)bis 7 (=sehr gut) nur noch mit durchschnittlich 4,85 Punkten. Damit ist
dieser Wert zum zweiten Mal in Folge gesunken. Zum Vergleich: Ein halbes Jahr zuvor hatte er noch bei 5,38 gelegen.
Schuld an der eingetrübten Stimmung könnten die Gründer sein. Nicht,dass sie zu wenige Businesspläne schreiben würden. Im Gegenteil: Kein einziger Engel beklagte sich über mangelnde Zuwendung. Gehapert hat es an der Qualität. Im Durchschnitt beurteilten die Business Angels die
ihnen übergebenen Geschäftsideen nur mit „ausreichend.“
So ist es wenig verwunderlich, dass nicht mal jeder fünfte Business Angel (19 %) eine neue Beteiligung einging. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 43 %. Im 4. Quartal 2005 sogar bei 64 %.
Beste Chancen auf himmlische Unterstützung haben erneut die Anbieter von Medizintechnik. 43% der Umfrageteilnehmer halten die Branche
für attraktiv. Auch Platz zwei ist unverändert: 36% der Engel würden gerne in Umwelttechnik investieren. Kontinuierlich nach vorne gearbeitet haben sich die Branchen Internet-Services und E-Business. Mit 35% Zustimmung
landeten sie zuletzt auf Rang drei.
Über detaillierte Ergebnisse des Panels berichten die VDI nachrichten, unser Kooperationspartner, in ihrer Ausgabe vom 15. Februar.
www.ba-panel.de
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