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Mittwoch, 19.September 2007
Zur Jubiläums-Start-Messe in Essen kamen laut Veranstalter asfc aus Fürth nur rund 7.000 Besucher und informierten sich bei den über 280 Ausstellern zum Thema „Berufliche
Selbständigkeit“. Erst am späten Montag Nachmittag erschien die Presseerklärung, die den Veranstaltern offenbar große Kopfschmerzen bereitet hatte. Damit ist der Zuspruch und das Interesse zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent zurückgegangen und dem Veranstalter fehlen mindestens 30.000 Euro in der Kasse. Das ist von der Quantität her betrachtet leider ein schlechtes Ergebnis. Irgendwie war in diesem Jahr die Werbung im Vorfeld und während der Messe auch nicht mehr so spürbar wir zuvor, die Zufahrt zur Messe erstmals ohne irgendwelche Behinderung möglich. Das sagt aber irgendwie jedoch nichts über die Qualität der Besucher aus. Förderberater der NRW.BANK und der KfW Bankengruppe zogen ein positives Fazit und bestätigten wohl dem Veranstalter, dass im Vergleich zu den Vorjahren sich die Qualität der geführten Beratungsgespräche deutlich erhöht hat. Ein Großteil der Besucher kämen demnach bereits sehr gut vorbereitet in die Gespräche. Nicht zuletzt ein Ergebnis der immer besser verfügbaren Informationen im Internet, die andererseits aber auch den Trend weg von der Messe massiv unterstützen.
Während viele Berater und Aussteller manche Zeit Däumchen drehen mussten, waren die wirklich seriösen Interessenten damit natürlich zeitlich bestens bedient. „Schlange stehen“ war eben nicht nötig und man hatte entsprechend viel Zeit zum Gedankenaustausch. So blieb denn auch mancher Stuhl in den Vorträgen und Foren leer, was sogar in der sonst mittags überfüllten Cafeteria deutlich zu sehen war.
Fraglich ist deshalb, ob das Konzept der Start-Messe weiterhin aufgeht. Sollten weitere Aussteller ausbleiben, wie einige Franchise-Systeme bereits andeuteten, ist es um die nächsten Veranstaltungen schlecht bestellt. Nach dem Teilrückzug der Initiative go! und dem Fernbleiben der Hochschulen mit ihren vielen interessanten Themen ginge der Trend dann weiter zu Versicherungs-Vertriebsstrukturen und Großhandelsdienstleistern. Die Hauptlast hätten nur noch die ganz großen Aussteller zu tragen. „Wenn noch das BMWI und die KfW wegbleiben“, so ein Referent des ZDH, „dann ist hier Feierabend.“
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