20.08.09
Selbständige Frauen sind seit den späten Achtzigerjahren auf dem Vormarsch. Fast jedes dritte Unternehmen hat mittlerweile eine Chefin, so das Bundeswirtschaftsministerium. Und die Zahl der selbständigen Frauen steigt stärker als die der selbständigen Männer. Der Grund liegt in der guten Ausbildung. Je höher der Bildungsabschluss von Frauen ist, desto eher ist die Selbständigkeit eine Alternative zur abhängigen Beschäftigung.
Trotz positiver Tendenz: Nach wie vor trifft man deutlich weniger Chefinnen als Chefs. Fast die Hälfte aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft sind Frauen. Aber je höher in der Hierarchie, desto seltener sind sie dort zu finden. So ist in der obersten Leitungsebene nur noch jede vierte Führungskraft eine Frau. Grundsätzlich gilt für alle Wirtschaftszweige: Mit ansteigender Hierarchiestufe sinkt der Frauenanteil.
Dennoch gibt es je nach Branche und Betriebsgröße Unterschiede. Kleinere Betriebe werden mit 26 Prozent eher von Frauen geführt als große. Gründerinnen trifft man vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich und bei privaten Dienstleistungen an. Bei Akademikerinnen ist der Wunsch selbständig zu sein am höchsten. Der Frauenanteil an den Studierenden ist stetig gestiegen. Dennoch: Der wachsende Anteil an Akademikerinnen ist ein Grund für den Anstieg der selbständig arbeitenden Frauen.
Auch im Handwerk sind Frauen auf dem Vormarsch. Dabei lag der Anteil der Frauen bei bei den Meistern bei 19,1 Prozent. Im Vorjahr lag er noch bei 17,6 Prozent. Eine positive Entwicklung, die sich bereits seit Jahren fortsetzt.
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