04.07.07
"Um mit seinem Forschungsvorhaben voran zu kommen, braucht es verlässliche Kooperationspartner", sagt Ingmar Hoerr. Der CEO der CureVac GmbH muss es wissen. Das 2000 gegründete Unternehmen gewann vor kurzem den VBU-Kooperationspreis und beim Gründerpreis Weconomy.
Mit der zielgerichteten Netzwerkpolitik stieg die Tübinger Biotechnologiefirma vom Uni-Start-up zum integrierten pharmazeutischen Unternehmen auf und steigerte seine Mitarbeiterzahl auf 35. Im Gespräch mit biz-AWARDS sagt Ingmar Hoerr, worauf es bei Kooperationen ankommt.
Gründen mit halber Stelle
"Universitäten fehlen schlicht die Finanzmittel, um klinische Forschungen voranzutreiben", so Hoerr. Aus diesem Grund gründete er 2000 mit zwei Kommilitonen CureVac als Spin Off der Tübinger Universität.
Dabei half die Uni tatkräftig als Kooperationspartner – mit einer halben Universitäts-Stelle. "Ohne die Ressourcen der Uni und das Gründerprogramm 'Junge Innovatoren' hätte es keine Gründung gegeben", erinnert sich Hoerr. " Für die biotechnologische Forschung ist eine Vielzahl von Geräten erforderlich, wie z.B. Sterilbänke für Zellkulturen. Die kann sich ein junges Unternehmen nicht leisten."
Gleichzeitig übernahm die Uni auch die Sozialversicherungsbeträge der Gründer. "So waren wir sozial abgesichert – auch bei einem möglichen Scheitern."
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