03.07.07
Gründungen im Jahr 2006 stark rückläufig, aber Hoffnung auf Trendwende Pessimistisches Gründungsklima hemmt Dynamik
Das Gründergeschehen in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen: Während sich 2005 noch 1,3 Millionen Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer Neugründung, Unternehmensübernahme oder -beteiligung selbstständig gemacht
haben, sank diese Zahl 2006 auf 1,1 Millionen Personen. Gründe für diese Abnahme liegen einerseits in dem Rückgang der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Andererseits scheint die
erste Reaktion auf den konjunkturellen Aufschwung darin zu bestehen, dass viele Menschen eine abhängige Beschäftigung einer selbständigen Tätigkeit vorziehen. 'Es gibt aber Hoffnung auf
eine Trendwende im laufenden Jahr: Die Zahl der
Gründungsplanungen ist außergewöhnlich hoch. Der stabile Aufschwung könnte dazu führen, dass im Jahr 2007 bedeutend mehr Menschen den Schritt in die Selbständigkeit wagen', sagte Ingrid
Matthäus-Maier anlässlich der Präsentation des KfW-
Gründungsmonitors 2007 in der KfW-Zentrale Frankfurt a/M. 'Das ist auch dringend notwendig, denn ohne eine starke Gründungsintensität und die durch sie geschaffenen Arbeitsplätze und Innovationen könnte die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands Schaden nehmen.'
|