27.03.2007
Der konjunkturelle Aufschwung sollte konsequent für
eine nachhaltige, auf eine höhere Wachstumsdynamik zielende Politik genutzt werden. Dies erklärt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem jüngsten Konjunkturbericht. Damit das Produktionspotential wieder schneller wachse und Deutschland auf einen
höheren Wachstumspfad gelange, reiche es nicht aus, dass die Investitionen in der aktuellen Aufschwungphase wieder deutlich zulegten. Die deutschen Wachstumsprobleme seien kein konjunkturelles Phänomen, sondern struktureller Natur. Notwendig sei daher eine Trendumkehr bei den langfristig rückläufigen Investitionsquoten.
Eine solche Wachstumsstrategie schließe die angekündigte
Unternehmensteuerreform, den Abbau bürokratischer Belastungen, eine weitere Verringerung der Lohnzusatzkosten und eine Fortsetzung der moderaten Lohnpolitik ein. Darüber hinaus müsse der Spielraum, den die konjunkturell
bedingten zusätzlichen Steuereinnahmen eröffneten, konsequent für den Schuldenabbau sowie für investive Ausgaben - und nicht für zusätzlichen Staatskonsum - genutzt werden. Die investiven Anteile der öffentlichen
Haushalte seien zugunsten von Forschung und Entwicklung, Bildung und Infrastruktur zu erhöhen. Hinzukommen müsse eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sowie die Stärkung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue
Technologien seien zwar in erster Linie Aufgabe der Unternehmen, die Politik müsse aber die Anstrengungen der Unternehmen durch forschungs- und technologiefreundliche Rahmenbedingungen flankieren.
Aktueller BVR-Konjunkturbericht (pdf-Datei / 302 KB)
http://www.bvr.de/www-new/foeffent.nsf/2B8DC543A743B574C12572AB0037F322/$File/07BVRSpecialNr4.pdf?OpenElement
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