02.03.07
Die Kreissparkasse Köln (KSK) hat im vergangenen Geschäftsjahr zwar den Gewinn vor Steuern gesteigert, jedoch einen geringeren Gesamtertrag und ein gesunkenes Betriebsergebnis vor Risikobewertung erzielt. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Alexander Wüerst, führte das auf den harten Wettbewerb und gesunkene Gewinnmargen, vor allem im Zinsgeschäft, aber auch bei der Vergabe von Hypothekenkrediten und im Unternehmensgeschäft zurück. Dennoch zeigte sich Wüerst insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind im breiten Privat- und Firmenkundengeschäft weiter gewachsen“, sagte er bei der Vorlage der Jahresbilanz in Köln.
Sachkosten gestiegen
Die drittgrößte Sparkasse in Deutschland nach der Hamburger Sparkasse und der Sparkasse KölnBonn steigerte den Gewinn vor Steuern und Risikovorsorge von 88 Millionen Euro auf 97 Millionen Euro. Aber das Gesamtergebnis sank von 600 Millionen Euro auf 594 Millionen Euro. Wüerst führte dieses Ertragsminus vor allem auf den um 12 Millionen Euro auf 454 Millionen Euro gesunkenen Zinsüberschuss zurück.
661 neue Arbeitsplätze
Durch das anziehende Wirtschaftswachstum konnte die KSK im Kreditneugeschäft wie im Vorjahr ein Plus von über zwei Milliarden Euro erzielen. Das verbesserte wirtschaftliche Umfeld spiegelte auch die gestiegene Zahl von Existenzgründungen: Mit 232 Gründungen (Vorjahr: 208) „haben wir täglich eine Existenzgründung begleitet“, sagt Wüerst, „und so 661 Arbeitsplätze geschaffen“. Im Jahr 2006 hatte die Kreissparkasse darüber hinaus die Fusion mit Hennef zu verdauen. Dadurch entstand ein Wertberichtigungsbedarf von 14 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg von 22,8 Milliarden Euro auf 23,2 Milliarden Euro, das Geschäftsvolumen legte auf 33 Milliarden Euro zu (Vorjahr: 32,5 Milliarden Euro).
Zu dem laufenden Bieterverfahren um die Landesbank Berlin mit der dazugehörigen Sparkasse sagte Wüerst, er unterstütze nachdrücklich das Engagement des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der bei den Sparkassen bundesweit um rund vier Milliarden Euro wirbt, um bei dem Bieterverfahren einzusteigen. Die Kreissparkasse Köln wird laut Wüerst rund 90 Millionen Euro beisteuern. Berlin muss sich auf Weisung der EU bis zum Jahresende von seinem 81-prozentigen Anteil trennen.
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