10.08.06
LOS steht für 'Lokales Kapital für soziale Zwecke' - ein Modellvorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Ziel des Programms ist die Förderung und Unterstützung von am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Menschen. Auf neuen, auch unkonventionellen Wegen, soll die Eigeninitiative jedes Einzelnen gestärkt und der soziale Zusammenhalt auch in Gebieten mit besonderen Problemlagen aktiv gefördert werden. LOS richtet sich daher vor allem an Bewohner/-innen und Initiativen sozial benachteiligter Gebiete, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam an der Lösung der Probleme vor Ort mitwirken wollen. Mit seinem kleinteiligen, lokalen Ansatz setzt LOS dort an, wo konkret Hilfe benötigt wird.
Die Umsetzung des Programms LOS erfolgt auf Bundesebene mit den zwei Schwerpunktsetzungen 'Lokales Kapital in Hochwassergebieten' (Augusthochwasser 2002) und 'Lokales Kapital in der sozialen Stadt'. Für die Durchführung des Gesamtprogramms stehen bis zum Jahr 2006 rund 75 Mio. Euro zur Verfügung. Dabei ist der Programmteil 'Lokales Kapital in Hochwassergebieten' bereits abgeschlossen. Über 4 Mio. Euro sind in den vom Hochwasser des Monats August 2002 betroffenen Kommunen und Landkreisen eingesetzt worden. In 60 Fördergebieten wurden 495 Mikroprojekte erfolgreich umgesetzt.
In den ersten beiden, bereits abgeschlossenen Förderperioden, konnten weit über 5.000 Mikroprojekte mit LOS-Mitteln gefördert werden. Gegenwärtig wird LOS mit seinem Programmteil 'Lokales Kapital in der sozialen Stadt' in 286 bundesweit ausgewählten Fördergebieten umgesetzt. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden in Form von Globalzuschüssen von maximal 100.000 Euro an zwischengeschaltete Stellen einer Gebietskörperschaft(Lokale Koordinierungsstellen) vergeben. Diese entscheiden in enger Abstimmung und Kooperation mit dem lokalen Begleitausschuss - dem u.a. auch Angehörige der Zielgruppen des jeweiligen Gebietes angehören - über die konkrete Programmumsetzung vor Ort. Dabei können einzelne Mikroprojekte mit jeweils bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Die bundesweite Programmkoordinierung obliegt der Regiestelle LOS.
Mehr Infos: www.los-online.de
|