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31.05.06
Arbeitsministerin Dagmar Ziegler hat mehr Brandenburger und Brandenburgerinnen zum Schritt in die berufliche Selbstständigkeit ermuntert. Am letzten Tag der Handwerker- und Gründermesse "Prima" für Nordwestbrandenburg verwies die Ministerin in Kyritz-Heinrichsfelde darauf, dass die Selbstständigen bereits jetzt einen Anteil von zehn Prozent an allen Erwerbstätigen hätten. Die Existenzgründung bleibe gerade in den ostdeutschen Bundesländern eine wichtige Alternative zur Überwindung der Arbeitslosigkeit, fügte sie hinzu.
Die Arbeitsministerin lobte das Konzept der Messe mit in diesem Jahr über 160 Ausstellern. Die Veranstaltung habe sich über Jahre hinweg bewährt als wichtiger Kontaktmarkt, als Ausbildungs- und Stellenbörse und als Plattform für Gründungswillige. Ziegler mahnte, nach der Existenzgründung komme es darauf an dafür zu sorgen, dass den Selbstständigen "nicht die Puste ausgeht": "Mancherorts gehören die Insolvenzverwalter zu den meistbeschäftigten Berufsgruppen – das müssen wir ändern", sagte sie.
Nötig seien dafür neben Kraft und Mut sowie geeigneten Konzepten weitere Hilfestellungen für Gründungswillige, wie etwa qualifizierte Beratungen. Begleitung und Förderung von Gründungen seien insgesamt eine wichtige Säule zur Belebung regionaler Wirtschaftskraft. Dafür müssten Allianzen geschmiedet, Kräfte gebündelt und Netzwerke geschaffen werden.
Ziegler versicherte, dass auch nach Auslaufen der Förderung von Ich-AG`s genügend Instrumente des Bundes für den Weg in die Selbstständigkeit bereit stünden. Auch das Land werde seine bewährten Programme fortführen, versicherte die Ministerin. Dies betreffe insbesondere die Förderung von Jugendlichen und Frauen, ergänzte sie.
Die Ministerin zeichnete auf der Messe drei Existenzgründer aus, die aus dem 3. Gründerwettbewerb zur "Prima"-Messe als Sieger hervorgegangen waren. Die beiden Frauen sowie ein Mann hatten sich mit der Vermarktung von Vogel-Strauß-Produkten, einem mobilen Computer-Service und einer "Druckertankstelle" selbstständig gemacht.
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