10.05.06
Ernst & Young präsentierte auf der Berliner Tagung der Veranstaltungsreihe "Unternehmer im Dialog" auch Hans Wall, Gründer der Wall AG und Finalist bei Entrepreneur des Jahres, mit seinem Innovations-Rezept. Hans Wall brachte es in den knapp 30 Jahren seit der Gründung 1976 mit der Vermarktung von Werbeflächen in Städten auf 650 Mitarbeiter.
Der Wettbewerb Entrepreneur des Jahres läuft mittlerweile in 40 Ländern. Die fünf Deutschland-Sieger besuchen im Frühjahr 2007 den viertägigen "Entrepreneur Of The Year World Summit" in Monte Carlo eingeladen.
Wall führt seinen Erfolg vor allem darauf zurück, dass er sich immer wieder von seinen Konkurrenten zu unterscheiden vermochte. "Ich mag den Konkurrenzkampf", sagt Wall.
Ob City-Toilette oder Bushaltestelle mit integriertem Internetzugang – die immer wieder neuen Ideen zur Stadtwerbung müssen zunächst finanziert werden.
Mit einer derzeitigen Eigenkapitalquote von 40 Prozent müsste sich der Unternehmer eigentlich keine Sorgen machen. Jedoch will Wall in den nächsten Jahren um 100 Prozent wachsen.
Der Mittelständler war auch innovativ, als es um die Finanzierung des Wachstums ging. Der Börsengang der Wall AG steht 2007 an. Die Börse sei bei der Eigenkapital-Beschaffung das günstigste Mittel.
StartUp-Sieger setzt auf Investoren: Ebenfalls börsenverdächtig und bei "Unternehmer im Dialog" war Jens Schneider-Mergener, Gründer und Vorstand des Arzneimittelentwicklers "jerini AG" aus Berlin und Preisträger bei StartUp, dem größten bundesweiten Businessplan-Wettbewerb.
Das erste Produkt der jerini AG kommt im nächsten Jahr auf den Markt – an der Börse ist das Biotech-Unternehmen schon heute. Die Jahre der Entwicklung finanzierte Schneider-Mergener durch fünf Finanzierungsrunden mit Private-Equity-Investoren.
Die Strategien erfolgreicher Mittelständler hat Ernst&Young auch in einer Studie zusammengestellt: "Innovativ in die Zukunft" kann über den Verlag F.A.Z. Institut bezogen werden und kostet 48 Euro. www.biz-awards.de
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