15.04.05
Das netzwerk|nordbayern unterstützt innovative Gründer und Mittelständler in ihrem Wachstumsprozess. Das Experten-Team hilft bei der Businessplan-Erstellung und Unternehmensplanung sowie bei der Vermittlung von Kapital.
Darüber hinaus bietet das netzwerk|nordbayern Workshops und Seminare an und ermöglicht allen Interessierten den Zugang zu einem Unternehmernetzwerk. Eine der wichtigsten Aktivitäten ist die jährliche Ausrichtung des Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN). Von den 63 eingereichten Geschäftskonzepten in der Phase 2 des BPWN erzielten die zehn Gewinner die besten Bewertungen der Experten-Jury.
Die Siegerteams in alphabetischer Reihenfolge:
art of defence GmbH, Oberpfalz/Regensburg, Informations- und Kommunikationstechnologie
art of defence entwickelt und vertreibt Software-Produkte im Bereich Web-Anwendungs-Sicherheit, einem Teilmarkt des Gesamtmarktes IT-Sicherheits-Lösungen. Die art of defence-Software setzt dort an, wo Firewalls aufhören und Virenscanner bereits zu spät kommen.
AST, Unterfranken/Würzburg (Universität Würzburg), Technology
AST entwickelt ein Verfahren zur Erzeugung funktionaler Mikroschichten auf Polymerwerkstoffen. Dadurch können schwer benetzbare Werkstückoberflächen für nachfolgende Bearbeitungsschritte oder Applikationen aktiviert werden. Beispiele hierfür sind das Verkleben, Lackieren, Bedrucken oder Beflocken.
COHOPA GmbH, Oberfranken/Bamberg (Universität Bamberg), Technology
Neuartige Sandwichmaterialien inklusive innovativer Produktionstechnologie verändern den Fahrzeug- und Automobilbau. Sandwichmaterialien werden für Märkte interessant, die sich bisher aus Kostengründen verschlossen. Containerfußböden werden weltweit aus tropischem Hartholz gefertigt. Dabei werden jährlich circa 26 Millionen Quadratmeter Holz verbaut. Bislang konnte der Markt – obwohl weltweit danach gesucht wurde – kein Ersatzmaterial hierfür finden. COHOPA hat dieses Problem gelöst.
INEATEC GmbH, Unterfranken/Karlstadt bei Würzburg, Technology
Die INEATEC GmbH aus Karlstadt bei Würzburg entwickelt, konzipiert, baut und betreibt Kraftwerke für die Energiegewinnung aus regenerativen Rohstoffen nach EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Der Strom wird aus der Kombination eines mit Pflanzenöl befeuerten Schweröldieselmotors mit einem Generator gewonnen. Die Abgasenergie soll mittels Turbinenprozessen und/oder Dampfmotoren verstromt werden. INEATEC bringt dazu eine neuartige Kombination bewährter Technologien und selbst entwickelter Verfahren zum Einsatz, deren Patentierung in Vorbereitung ist.
Liqui.Tec, Mittelfranken/Roth, Technology
Liqui.Tec entwickelt, baut und vertreibt Behälterentleersysteme
sowie robotergesteuerte Dosiersysteme. Die Märkte dieser Produkte sind unter anderem die Branchen Automotive, Schiffsbau, Wagonbau und Haushaltgeräte. Der Materialfokus liegt dabei auf Kleb- und Dichtstoffen, Lotpasten und Fetten. Beispielsweise wird die Dachkonstruktion des VW T5 mit Hilfe der Technologie von Liqui.Tec mit der Karosserie verbunden. Dafür wird ein schnell härtender Zwei-Komponenten-Klebstoff auf Epoxydbasis eingesetzt. Ein weiteres Beispiel für den Einsatz dieser Technologie: Mit einem PC-gesteuerten Robotersystem dosiert Liqui.Tec einen Harzklebstoff gefüllt mit einem Anteil von 45 Prozent Metallpartikeln auf ein BMW-V12 Saugrohr.
MEREG GmbH, Oberpfalz/Illschwang/Haar, Technology
MEREG macht Solarenergie rentabler. Grundlage des Unternehmens ist eine Photovoltaik-Technologie, die bei direkter Sonneneinstrahlung einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Technologien erreicht. Die neue Solartechnologie „SOL AMI®“ (auf der Basis von Interferenzspiegelfolien, kombiniert mit Dünnfilm-Photovoltaik-Technik) für Dach-, Fassaden- und Freiflächen kann gleichzeitig Strom, Wärme und optional sogar Kälte aus Sonnenstrahlung gewinnen. Sie ermöglicht gegenüber dem Stand der Technik 40 bis 110 Prozent mehr Stromausbeute pro Fläche, bei 30 bis 40 Prozent reduzierten Herstellungskosten. Gestartet im April 2004 erreichte MEREG von Oktober bis Dezember 2004 einen Umsatz von über 2,5 Millionen Euro und ein positives Geschäftsergebnis.
Multisensorial Technologies, Oberpfalz/Regensburg (Fachhochschule Regensburg), Technology
Multisensorial Technologies hat eine Plattform von Virtual-Reality-Technologien entwickelt, die es erlauben, den Tastsinn authentisch zu simulieren. Anwendungen ergeben sich unter anderen in der Medizintechnik, zum Beispiel in der computergestützten Chirurgie oder Diagnostik, auf dem Videospielsektor, bei elektronischen Bedien- und Steuerelementen, im Rapid Prototyping sowie in der Telerobotik. Multisensorial Technologies entstand aus einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung Würzburg, des Forschungsinstituts für Mechatronik an der FH Regensburg, des Instituts für Hochfrequenztechnik der Ruhr-Universität Bochum und des Instituts für Mikrotechnik Mainz.
PROKURO Medizintechnik GmbH i. Gr., Unterfranken/Würzburg, Life Science
Die Würzburger Firma PROKURO Medizintechnik GmbH i. Gr. vereinigt das Know-how zweier Disziplinen – der Medizin und der Angewandten Physik – und entwickelt hieraus innovative Lösungen zur Verbesserung der medizinischen Betreuung. So etwa ein neues intraorales Mundstück, das eine patientenschonende Behandlung der risikoträchtigen Schlafapnoe ermöglicht. Betroffene, die wegen der Beeinträchtigung durch die bisher übliche Atemmaske eine wirksame Therapie ablehnen, können damit jetzt im wahrsten Sinn des Wortes aufatmen.
S.P.I. Science Production International GmbH, Mittelfranken/Höchstadt (Universität Erlangen-Nürnberg), Life Science
Die S.P.I. GmbH plant die Entwicklung und den Vertrieb einer Sensor-Windel unter anderem als Präventionsprodukt gegen den plötzlichen Kindstod (SIDS). Dieses Produkt soll es Eltern ermöglichen, den gesundheitlichen Zustand des Babys zu überwachen, um in kritischen Situationen schnell handeln zu können. Gemeinsam mit einem Unternehmen aus der Medizintechnik wird jetzt ein Funktionsmuster der neuen Technologie entwickelt. In etwa zwei Monaten sollen die ersten klinischen Tests stattfinden.
ZK-plast GmbH, Oberpfalz/Pleystein, Technology
ZK-plast stellt für die Automobilbranche Kunststoffteile wie beispielsweise Blinkerhebel, Lautsprechergitter oder Zündspulen im Spritzgussverfahren her. Dabei bietet ZK-plast den Automobilzulieferern eine hohe Flexibilität und Schnelligkeit bei der Umsetzung spezieller und individueller Anforderungen. Das bedeutet für die Kunden von ZK-plast nicht nur Zeit- und Kostenersparnis, sondern auch die hohe Qualität und intensive Betreuung bei Anlieferung und Endmontage sind weitere Argumente, warum die Hersteller vor allem bei kleinen und mittleren, exklusiven Serien auf die Leistungen von ZK-plast zugreifen. www.netzwerk-nordbayern.de
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