bga-Seminarreihe zur Unternehmensnachfolge durch Frauen
14.01.08 - Besonders in den Familienbetrieben des Mittelstandes klafft zunehmend eine Lücke in der Chefetage, die oft nicht geschlossen werden kann.
Nach Hochrechnungen des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn hätten 2005 rund 71.000 kleine und mittelständische Unternehmen an einen Nachfolger übergeben werden können. Davon wurden jedoch ca. 5.900 Betriebe wegen mangelnder Nachfolgevorsorge stillgelegt, obwohl die wirtschaftliche Lage das nicht erforderte. Das bedeutet einen Verlust von 33.500 Arbeitsplätzen.
Studien der ifm Mannheim und der IfM Bonn zeigen, dass nur 10% der Familienunternehmen an Töchter übergeben werden. Im Hinblick auf die Entwicklung der Bevölkerungsstrukturen in Deutschland gewinnt die Unternehmensnachfolge durch Frauen entscheidend an Bedeutung. Eine Befragung des ifm Mannheim von 30 Unternehmen, die eine familieninterne Nachfolgeregelung gefunden haben, ergab, dass sich durchaus geschlechtstypische Probleme bei der Unternehmensnachfolge identifizieren lassen.
Die Seminarreihe soll traditionellen und frauenspezifischen Einrichtungen relevantes Fachwissen zu den Spezifika der weiblichen Unternehmensnachfolge aber auch zu wesentlichen Einzelthemen der Unternehmensnachfolge vermitteln. Die Seminarreihe richtet sich sowohl an Einrichtungen, die bereits erfolgreich Unternehmensnachfolgen unterstützen und ihre Angebote besser auf die Belange von Frauen ausrichten wollen, als auch an Einrichtungen, die in der Begleitung von Gründerinnen arbeiten und zunehmend mit dem Thema Unternehmensnachfolge konfrontiert werden.
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