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Aktuelle Presseinfos


Private Equity zeigt stabile Performance in 2007
13. März 2008 – Die Performance-Ergebnisse 2007 der europäischen Private Equity-Investitionen zeigen stabile Ertragsraten der Beteiligungsinvestitionen. Die vorläufigen Erhebungen, die Thomson Financial im Auftrag der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) durchgeführt hat, wurden heute auf dem EVCA Investors´ Forum in Genf veröffentlicht. Sie untersuchen den Gesamtzeitraum der letzten 28 Jahre und betrachten die kurz-, mittel- und langfristigen Renditen mit Private Equity-Anlagen in Europa (=netto, ohne Management-Gebühren und Carried Interest). Die endgültigen Perfomance-Zahlen werden auf dem EVCA Symposium im Juni in Madrid vorgelegt.

Langfristige Rendite seit 1980

Seit 1980 hat die Private Equity-Branche eine jährliche Rendite (Internal Rate of Return, IRR) von 11,7 Prozent erwirtschaftet (2006: 10,8 Prozent). Im Detail erzielten Buyouts 16,1 Prozent und Venture Capital 4,5 Prozent. Am besten schnitten mittlere (17,4 Prozent) und große (21,9 Prozent) Buyouts ab (Tabelle 1). Die Mega-Buyouts erreichten eine Performance von 15,6 Prozent. Das obere Viertel der Fonds („Top Quarter“) weist Ertragsraten von 15 Prozent für Venture Capital und 33,4 Prozent für Buyouts auf – insgesamt beläuft sich die Ertragsrate von Private Equity hier auf 23,5 Prozent (Tabelle 2).

Mittelfristige Betrachtung

Betrachtet man die Entwicklung der letzten 10 Jahre fiel die Rendite mit Private Equity von 12,8 Prozent in 2006 auf 11,5 Prozent in 2007. Positiv entwickelt haben sich Buyout- und Venture Capital-Fonds mit 16,6 Prozent bzw. 1,8 Prozent (Tabelle 3).

Kurzfristige Renditen

Im 5-Jahreszeitraum setzt sich die seit 2004 positive Entwicklung bei den Buyouts mit 15,9 Prozent weiter fort. Der 3-Jahreszeitraum zeigt einen minimalen Rückgang von 22,1 auf 21,9 Prozent. Der Venture Capital-Bereich zeigt für 2007 unterschiedliche Ergebnisse: Im 5-Jahreszeitraum stiegen die Erträge von -1,7 auf annähernd 1 Prozent, im 3-Jahreszeitraum ist ein Abfall von 5,5 auf 4,4 Prozent zu verzeichnen.

Betrachtet man die gleichen Ergebnisse im Hinblick auf die Fondsgrößen ergibt sich ein noch abgestufteres Bild: So weisen Venture Capital-Fonds mit einer Größe von mehr als 250 Mio. $ die stärkste Ertragsrate im VC-Bereich innerhalb der letzten 3 Jahre auf. Buyout-Fonds mit einer Größe von mehr 1 Mrd. $ erreichten innerhalb des 3-Jahreszeitraumes die größten Renditen, während die Buyout-Fonds mit einer Größe von weniger als 250 Mio. $ die niedrigsten Erträge innerhalb des gleichen Zeitraumes einfahren. Über den 10-Jahreszeitraum betrachtet sind die mittleren Buyouts (250 Mio. $ - 500 Mio. $ und 500 Mio. $ - 1 Mrd. $) diejenigen, die am besten abschneiden.

Private Equity bleibt attraktive Anlageklasse

Zu den vorläufigen Performance-Ergebnissen äußert sich der EVCA-Vorsitzende 2007-2008 Helmut Schühsler, Geschäftsführer von TVM Capital: „Die Performance der europäischen Private Equity-Fonds zeigt, dass die Branche insgesamt und trotz der grundsätzlichen Finanzierungsprobleme an den Kreditmärkten gut positioniert ist. Die detaillierte Analyse macht eine große Heterogenität in den einzelnen Unterbereichen sowie leichte Performance-Veränderungen in der Langzeitbetrachtung deutlich.“ Dass sich die Branche gut auf neue Fakten und Marktsituationen einstellen kann, habe, so Schühsler, die Vergangenheit gezeigt. „Wir dürfen daher optimistisch in die Zukunft schauen. Ungeachtet des schwierigen Umfelds für Buyouts in der zweiten Jahreshälfte von 2007 und der ungünstigen Exit-Bedingungen für den Venture Capital-Bereich belegen die vorliegenden Zahlen, dass die Private Equity-Branche eine attraktive Anlageklasse bleiben wird.“

David Bernard, Vice President von Thomson Financial, fügt hinzu: „Während das Umfeld für Private Equity insgesamt in den letzten sechs Monaten anspruchsvoller geworden ist, bleibt die Performance auf einem jährlichen Ertragsniveau von 11,7 Prozent. Wenn die Marktteilnehmer weiter daran arbeiten, eine attraktive Anlageklasse zu bleiben, darf die Branche zuversichtlich in die Zukunft blicken.“


Heuschrecken sind Honigbienen
11.02.2008
Ein deutsch-schottisches Forscherteam hat untersucht, ob Private-Equity-Gesellschaften tatsächlich Gemeinsamkeiten mit aggressiven, destruktiven Heuschrecken haben. Ergebnis: Viele der vermeintlich bösen Insekten sind in Wahrheit freundliche Honigbienen.
Ein deutsch-schottisches Forscherteam hat untersucht, ob Private-Equity-Gesellschaften tatsächlich Gemeinsamkeiten mit aggressiven, destruktiven Heuschrecken haben. Ergebnis: Viele der vermeintlich bösen Insekten sind in Wahrheit freundliche Honigbienen.
Die Ökonomen um den Bonner Volkswirt André Betzer haben insgesamt 52 an der deutschen Börse notierte Firmen unter die Lupe genommen. Bei ihnen allen hatte sich zwischen 1998 und 2007 ein Private-Equity-Investor eingekauft und mindestens 5% der Aktien übernommen. „Natürlich wurden auch größere Deals betrachtet“, so Betzer. „Experten sind sich jedoch darüber einig, dass sich Private-Equity-Gesellschaften künftig verstärkt auf Minderheitsbeteiligungen konzentrieren werden.“ Auf gelistete Unternehmen habe man sich beschränkt, weil bei diesen die benötigten Daten am einfachsten verfügbar waren. Zu Dumping-Löhnen und Massenentlassungen kam es nach dem Einstieg der vermeintlichen Heuschrecken nicht. Um dies zu beweisen, verglichen die Studienautoren die jeweiligen Zahlen im Jahr vor dem Einstieg einer Private-Equity-Gesellschaft mit denen zwei Jahre später. In diesem Beobachtungszeitraum sei der Durchschnittsverdienst aller Beschäftigten um gut 6% gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter ist laut Betzer zwar leicht gesunken. „Diese Änderung ist aber nicht signifikant.“ Wenn man konjunkturelle Faktoren herausrechne, habe die Zahl der Mitarbeiter sogar leicht zugenommen. Wie sich die Beschäftigtenzahlen allein bezogen auf Deutschland entwickelten, wurde nicht untersucht. Eine Ausnahme von den positiven Personal-Effekten sei bei so- genannten Turnaround-Finanzierungen zu beobachten. Im Rahmen der dabei durchgeführten Sanierungsmaßnahmen würden durchschnittlich rund 20% der Belegschaft entlassen. Dabei ist laut Betzer aber zu beachten, dass etwa 80% ihren Arbeitsplatz behalten könnten. Der Einstieg eines Finanzinvestors in ein Unternehmen wird an der Börse meist gut aufgenommen: Die Kurse der betroffenen Firmen entwickelten sich am Tag der Bekanntgabe im Schnitt um 5,66 % positiver als vergleichbare Werte. Viele Unternehmen in Deutschland sind fest in der Hand eines einzigen Großinvestors. In diesen Situationen reagierte der Wertpapiermarkt besonders positiv. „Anscheinend billigt man Private-Equity-Gesellschaften in dieser Konstellation eine gewisse Kontrollfunktion zu“, erklärt Betzer. Außerdem signalisiere der Einstieg eines Kapitalgebers, dass im Zielunternehmen große Renditepotenziale brach liegen. Ganz an den Haaren herbeigezogen sei das „Heuschrecken“-Bild allerdings nicht. „Wie in jeder Branche finden sich auch unter den Finanzinvestoren schwarze Schafe“, meint der Ökonom. Insgesamt gesehen seien Private-Equity-Gesellschaften aber weit besser als ihr Ruf. „Es gibt unter ihnen mindestens ebenso viele Honigbienen, die mit ihrem Kapital erst das Überleben eines Unternehmens sichern.“

17. Januar 2008
Europäische Wagniskapitalgeber auf Europa fixiert:
Weltweit investiert nur etwa die Hälfte aller Venture-Capital-(VC-)Gesellschaften im Ausland. Europäische Wagniskapitalgeber agieren dabei an der Spitze, fokussieren sich jedoch hauptsächlich auf Europa. Nur ein Bruchteil der Europäer plant Investitionen in Wachstumsregionen wie China. Bei ihren Engagements setzen die europäischen VC-Gesellschaften sowohl auf Kooperation mit lokalen Investoren als auch auf Investitionen in internationale Portfolio-Unternehmen – wobei die bevorzugten Investitionsstandorte je nach Tätigkeitsfeld variieren. Deloitte befragte hierzu zusammen mit der European-Private-Equity and Venture- Capital-Association in Europa (EVCA) 528 VC-Unternehmen aus Amerika, Asien und der EMEA-Region.
„Venture-Capital-Gesellschaften verhalten sich trotz einer globalisierten Wirtschaft erstaunlich zurückhaltend bei der Umsetzung einer globalen Investitionsstrategie. Nur 51% der weltweit Befragten investieren derzeit außerhalb des Heimatlandes. Nach Regionen führen die Europäer mit 63%, Asien folgt mit 58%, dann kommen die USA mit 46%. Die meisten Wagniskapitalgeber (83%) wollen jedoch in den nächsten Jahren ihr grenzüberschreitendes Engagement ausbauen“, erklärt Astori Nieper, Partner Transaction Services bei Deloitte. (vdi news)

 

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