Rekordjahr: KfW Bankengruppe steigert Fördervolumen 2007 um 13 % auf 87,1 Mrd. EUR
31.01.08
Die
KfW Bankengruppe hat im Jahr 2007 mit einem Gesamtfördervolumen von 87,1 Mrd. EUR ein Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr (76,7 Mrd. EUR) erzielt. Das sagte die Sprecherin des Vorstands, Ingrid Matthäus-Maier, am Mittwoch bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Frankfurt. Matthäus-Maier: "Das Jahr 2007 war für die KfW Bankengruppe ein Rekordjahr. Wir haben das höchste Fördervolumen in der knapp 60-jährigen Geschichte der Bank erreicht. So konnten wir die Förderung des Mittelstands, des Umwelt- und Klimaschutzes, der Infrastruktur, der Bildung, der deutschen und europäischen Wirtschaft und nicht zuletzt der Entwicklungs- und Transformationsländer ausweiten. Auch 2008 werden wir unsere Förderung in den für die Wirtschaft und die Gesellschaft besonders wichtigen Bereichen Klimaschutz und kleiner Mittelstand auf hohem Niveau weiterführen."
Mit 68,1 Mrd. EUR entfiel der Großteil des Fördervolumens auf die Kreditvergabe (Vorjahr: 59,6 Mrd. EUR). Das Verbriefungsvolumen erreichte trotz der schwierigen Lage auf dem Verbriefungsmarkt 19 Mrd. EUR (Vorjahr: 17,1 Mrd. EUR).
Weiter sagte Matthäus-Maier, es sei besonders erfreulich, dass 2007 rund 20 % des gesamten Fördervolumens in den Klima- und Umweltschutz geflossen sind. Mit rund 16,6 Mrd. EUR ist die KfW Bankengruppe die Umweltbank Nr. 1 in Deutschland.
Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen
Die KfW Mittelstandsbank hat im vergangenen Jahr 23,2 Mrd. EUR
(Vorjahr: 22,8 Mrd. EUR) zur Förderung mittelständischer Unternehmen eingesetzt und bewegt sich damit weiter auf hohem Förderniveau. "Gute Erfolge können wir bei unserem Förderschwerpunkt "Kleiner Mittelstand" verzeichnen. Die Nachfrage nach unseren Klein- und Kleinstkreditprogrammen hat deutlich zugelegt", sagte Matthäus-Maier. In den Programmen StartGeld und Mikrodarlehen hat die KfW Mittelstandsbank 40 Prozent mehr zugesagt als im Jahr zuvor - insgesamt 150 Mio. EUR
(Vorjahr: 108 Mio. EUR).
Hervorzuheben ist auch der KfW-Unternehmerkredit: Hier stiegen 2007 die Zusagen auf ein Volumen von 9 Mrd. EUR - gegenüber dem Vorjahr (6,1 Mrd. EUR) sind dies fast 48 % mehr.
Am 1. Januar 2008 wurden die Programme Mikrodarlehen und Startgeld zu einem neuen und verbesserten KfW-Startgeld zusammengeführt Im Laufe des Jahres wird die KfW die Förderung im Unternehmerkredit und in den Spezialprogrammen der KfW Mittelstandsbank weiterentwickeln und das Programm ERP-Kapital für Gründung verbessern, um so die kleinen und mittleren Unternehmen noch stärker zu unterstützen.
Die KfW Förderbank hat 2007 ein Kreditvolumen von 34,6 Mrd. EUR
(Vorjahr: 27,9 Mrd. EUR) erreicht. Dies entspricht einem kräftigen Zuwachs von über 24 %. Zu diesem guten Ergebnis hat insbesondere die Förderinitiative Wohnen, Umwelt, Wachstum (WUW) beigetragen. Ziel der Initiative ist es, durch die energetische Sanierung im Wohnungssektor den CO2-Ausstoß zu verringern und zugleich die Binnenkonjunktur in Deutschland zu stärken. Die KfW Förderbank hat im Rahmen der Initiative im Jahr 2007 Förderkredite mit einem Volumen von 15,8 Mrd. EUR zugesagt.
Matthäus-Maier: "Damit konnten fast 440.000 Arbeitsplätze für mindestens ein Jahr gesichert werden, womit die Initiative zugleich ein starkes Förderprogramm für das mittelständische Baugewerbe darstellt. Die in den Jahren 2006 und 2007 angestoßenen Investitionen reduzieren den jährlichen CO2- Ausstoß dauerhaft um über 1,6 Mio. Tonnen. Auch 2008 werden wir die Initiative fortsetzen - das gibt Investoren und Unternehmern Planungssicherheit."
Initiative Kleiner Mittelstand
30.01.08
Die KfW Mittelstandsbank ruft die KfW-Initiative ''Kleiner Mittelstand'' ins Leben. Gründer und kleine Unternehmer schaffen viele Arbeitsplätze, haben aber immer noch Probleme für ihre Investitionen Kredite zu erhalten.
Die KfW Mittelstandsbank will mit dieser Initiative mittelständische Unternehmen noch stärker unterstützen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.
Die KfW-Initiative ''Kleiner Mittelstand'' besteht aus sechs Elementen:
1. Die KfW Mittelstandsbank hat in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und der GLS Bank den Mikrofinanzfonds Deutschland aufgesetzt. Er übernimmt das Kreditausfallrisiko ganz kleiner Investitionsvorhaben, die ein Berater zuvor prüfen und begleiten muss; teilweise muss er auch die Haftung übernehmen.
2. Die beiden Programme StartGeld und Mikrodarlehen für Gründer und junge Unternehmer mit kleinem Kapitalbedarf werden wir ab 2008 zusammenfassen, entscheidend verbessern und mit einer umfänglichen Risikoübernahme anbieten. Hierfür strebt die KfW eine Absicherung über den EIF an. Da die Einführung des neuen, verbesserten Gründerprogramms erst für das kommende Jahr geplant ist, haben wir die Zinssätze in den bestehenden Programmen StartGeld und Mikrodarlehen zu Jahresbeginn erheblich gesenkt, um bereits jetzt eine deutliche Verbesserung zu bieten.
3. Kleinere, etablierte Mittelständler mit niedrigerem Kreditbedarf haben es häufig besonders schwer, eine geeignete Finanzierung zu erhalten. Die KfW wird daher ihr Förderkreditangebot für diese Kundengruppe weiter entwickeln und insgesamt Transparenz und Konsistenz ihres Förderkreditangebots für den Mittelstand erhöhen.
4. Zu Beginn des Jahres hat die KfW Mittelstandsbank das KfW-Genussrechtsprogramm auf den Markt gebracht. Das Programm zeichnet sich dadurch aus, dass das Genussrechtskapital in der Bilanz als Eigenkapital ausgewiesen wird, die Zinsen jedoch steuerlich als Betriebsaufwand geltend gemacht werden können. Wir bieten es über Beteiligungsgesellschaften kleineren mittelständischen Unternehmen zur Verbesserung ihrer Eigenkapitalausstattung an.
5. Die KfW Mittelstandsbank stellt sich den Kreditinstituten verstärkt als Risikopartner zur Verfügung und will so ihre Bereitschaft zur Kreditvergabe an Mittelständler erhöhen. Deshalb bieten wir den Banken seit Juli 2007 im KfW-Unternehmerkredit an, 50 % des Ausfallrisikos für Kredite an Unternehmen zu übernehmen, die mindestens zwei Jahre existieren.
6. Erfolgreich können diese Instrumente aber nur sein, wenn sie richtig eingesetzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass gerade für den kleinen Mittelstand Beratung genauso wichtig ist wie Finanzierung. Um unser Beratungsangebot (etwa Gründercoaching, Runde Tische, nexxt-change, startothek, turn-around-Beratung) zu stärken, haben wir im Oktober vergangenen Jahres einen eigenen Bereich ''Information und Beratung'' etabliert.
Die Kolleginnen und Kollegen des Infocenters der KfW Mittelstandsbank beantworten gern Ihre Fragen. Sie sind unter Tel.: 0180 1 241124 erreichbar.
Beratungsförderung neu strukturiert
14.01.08 - Gründercoaching Deutschland bringt Veränderungen in der Förderlandschaft für Beratungskostenzuschüsse. Viele Unternehmen entscheiden sich im Laufe ihrer Geschäfttätigkeit professionelle Beratungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, um Veränderung professionell anzuschieben und begleiten zu lassen. Dies ist besonders oft bei Existenzgründungen der Fall, da Märkte erst erschlossen und Kunden generiert werden müssen.
Bund und Land unterstützen dabei durch Förderprogramme, in denen Zuschüsse zu Beratungsleistungen gewährt werden. Diese Förderprogramme werden nun mit der Einführung des Gründercoaching Deutschland neu strukturiert und überarbeitet. Größte Neuerung: Coachingleistungen in der Vorgründungsphase werden nicht mehr unterstützt (Ausnahme: Gründung aus der Arbeitslosigkeit).
Zukünftig können erst ab Gründung eines Unternehmens Beratungsdienstleistungen über das Programm Gründercoaching Deutschland bezuschusst werden. Hier konkurriert das Programm für Unternehmen ab dem 2. Jahr voraussichtlich ab Januar 2008 mit dem Förderprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Programme können nicht gleichzeitig für einen gleichen Coachinginhalt genutzt werden. Grundsätzlich kann aber eine Förderung in der Vor- und Nachgründungsphase mit dem Gründercoaching Deutschland kumuliert werden.
Ab Juli 2008 wird das bisher über die Arbeitsagenturen abgewickelte Coaching für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit ebenfalls in das Gründercoaching Deutschland einfließen und somit seine Eigenständigkeit aufgeben. Für bestehende Unternehmen ab dem fünften Jahr bieten Landesprogramme einen Zuschuss für externe Beratungsdienstleistungen an.